...und dann kam Corona

 

Es ist Februar, die Reisevorberitungen sind grösstenteils abgeschlossen: unsere Jobs haben wir auf Ende März gekündigt, die Wohnung ist ab Anfang April untervermietet und das Visum für Russland ist beantragt.

Die Vorfreude steigt. Was nun kommt, könnt ihr euch vermutlich denken: erste Corona-Fälle in Europa. Es wird uns Stück für Stück klar, dass wir unsere Reise nicht wie geplant starten können. Also was tun? Ein Zurück in das "alte Leben" steht für uns beide nicht zur Diskussion. Daher geht es erstmal zu meinen Eltern nach Ravensburg. Es gibt schlimmeres, als den Frühling zwischen Allgäu und Bodensee zu verbringen. Noch gehen wir von wenigen Wochen Verzögerung aus.

Sechs Wochen verbringen wir dort – größtenteils, ohne die Freunde persönlich zu sehen, da wir meine Eltern nicht gefährden wollen. So nah und doch so fern. Seltsam. Scrolan arbeitet den April doch noch im Homeoffice weiter, ich verbringe die Zeit vorallem mit Gartenarbeiten. Ein Hochbeet ensteht, das Gartenhaus bekommt ein neues Dach und Scrolan bekommt eine Schaukel für die Mittagspausen.

Als es absehbar wurde, dass es mehr als nur einige Wochen wurde, gab es nochmal einen Ortswechsel zu Scrolans Eltern. Die Gartenarbeit geht weiter – auch weil wir mittlerweile beide ohne Job sind. Moritz hilft zusätzlich noch beim örtlichen Schäfer aus. Was als niedliches Lämmer-Füttern anfängt, wird zu körperlich sehr anstrengenden aber schönen 6 Wochen. Eine Möglichkeit, die es ohne diese verrückte Zeit und die Auswirkungen von Corona für unsd so nicht gegeben hätte.


Nach einem kurzen Zwischenstop nochmals im Schwabenland geht es dann endlich los, davon aber mehr im nächsten Post.